Tag 5: Der Westen vom Cannes

Heute muß ich zur Abwechslung mal nicht als erstes zum Einkaufen zu fahren, es ist genug Futter im Kühlschrank, hurra!

Auf Strand haben wir keine Lust, stattdessen beschließen wir, die Gegend westlich von Cannes zu erkunden.

Also eincremen (buäh) und ab in den Porsche, aber nicht bevor wir die Sitze mit Strandtüchern abgedeckt haben, um weitere Sonnencremeflecken zu vermeiden.

Nutzt aber wenig, da Türpappen, Armaturenbrett und Lenkrad ebenfalls beledert sind und nun leicht bläulich schimmern. Ergo sollten wir bei der Rückfahrt vielleicht das Lederzentrum Göttingen aufsuchen.

Zunächst fahren wir durch Mandelieu, einem Ort, in dem wir vor 4 Jahren ein paar Tage verbracht haben. Anschließend windet sich die Straße die Küste entlang, links Wasser, rechts Berg. Zwischendrin ergeben sich wunderbare Aussichten auf die gegenüberliegende Küste.

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Was zur Hölle machen wir eigentlich in Cannes, dem abgewrackten, überteuerten Touri-Ort?

Hier ist es doch viel schöner, alles ist viel grüner, die Häuser viel gepflegter.

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In manchen Ecken müssen sich richtig schmucke Villen verstecken, den Bentleys in der Einfahrt nach zu urteilen. Wenn ich richtig reich wär, würd ich auch lieber hier wohnen und gelegentlich mal meinen Ferrari nach Cannes ausführen und winke-winke machen.

Auch die blöde Eisenbahn, die bei Cannes direkt am Strand vorbeifährt, ist hier im Tunnel verschwunden und taucht nur gelegentlich wieder auf.

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Es gibt mehrere Häfen, wir halten immer wieder an, um Fotos zu machen.

Außerdem gibt es mehrere kleinere Strände samt Parkplatz, an denen Leute ihre Liegestühle aufgebaut haben und mit ihren Hunden gemeinsam im Wasser plantschen.

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Das Tagesziel St. Tropez geben wir auf und begnügen uns mit St. Rafael. Dies ist ebenfalls eher Touriort als Kulturstadt. Mehr Beton, weniger Altstadt, aber ganz nett, erinnet ein wenig an Timmendorf.

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In einem Hotel trinken wir eine Cola, dann überkommt uns doch der Hunger. 

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Wir gehen ein paar Restaurants weiter. 16,90 für ein 3-Gänge Menü, kann man ja mal probieren. Vorspeise Tintenfischringe bzw. Salat für Anna, dann eine Pizza Meeresfrüchte für mich, während sich die Anna tatsächlich ein Stück Fleich mit Pommes bestellte. Na ja, ich hab die Pizza dann mit ihr geteilt, das "Entrecôte" war erstens kein Entrecôte und zweitens ungenießbar. Dafür war das Eis ganz lecker.

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Der Himmel zieht sich zu, und es fängt an zu tröpfeln, so daß wir gezwungen sind, das Dach zu schließen. So ein Mist. Zumindest die Scheiben können offen bleiben, mit dem Radio auf den französischen Techno-Sender gestellt läßt es sich ganz gut durch die Gegend cruisen, während wir die Landstraße ein wenig ambitionierter angehen. 

Kurz vor Mandelieu wage ich mich noch einmal einen Berg hinauf. Die Aussicht ist spektakulär, der Weg hingegen wird immer schmaler und holpriger, aber irgendwie komen wir ohne Blessuren zurück auf die Hauptstraße. Auch das Dach können wir wieder öffnen. Mal ehrlich: wenn man mal einen Urlaub im offenen Auto verbracht hat, kommen einem normale Blechdachautos irgendwie sinnfrei vor.

Noch ein paar Impressionen:

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Zuhause hat Anna Bauchweh, offenbar ist das Essen nicht so gut bekommen :(



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