"Kannst du nicht schlafen?"
"Nein"
"Ich auch nicht"
Typisch. Den ganzen Tag gepackt und Besorgungen gemacht, und natürlich kann man nicht schlafen.
Es ist noch früh, für unsere Verhältnisse. Jedenfalls noch so früh, daß weder die Hunde Gassi gegangen sind, noch daß an der Baustelle nebenan gearbeitet wird.
Da wir nicht glauben, daß wir nach zwei, drei Stunden hin- und herwälzen deutlich wacher sein dürften, beschließen wir, schon jetzt langsam aufzubrechen.
Auto packen, Koffer vorne, Taschen hinten, und in der Mittelkonsole (hinten!) ist ein schönes Fach, in welches ich Bounty und Kitekat-Riegel nebst einigen 4-Oreo-Keks-Tüten fein säuberlich staple. Das Bordbuch wird in den Kofferraum (hinten!) verbannt, dafür paßt nun die Tupper-Dose mit den Tomaten ins Handschuhfach.
Unglaublich, daß sie den Wagen früher ganz ohne Handschuhfach verkauft haben.
In die Seitentasche in der Tür wandern Bonbons, drei Packungen Mentos (Joghurt!), der Sonnenclip und der iPod, wo sie sich mit den diversen Packungen Papiertaschentücher hoffentlich gut vertragen.
Frühstücken, Katze verabschieden, den Hunde-Gassi-Gehern Hallo sagen, und auf gehts.
Da wir reichlich Zeit haben, programmiere ich das Navi erst einmal auf Stuttgart, Mercedesstraße 100.
Und los geht die wilde Hatz, man muß die freie A7 ja auch nutzen, zumindest in den Bereichen, wo weder Tempolimit noch Baustellen dem ambitionierten Urlauber das Leben schwer machen.
Der halb leere Tank reicht bis Kassel, kurze Rast, dann gehts weiter über Würzburg nach Stuttgart. Die Kassler Berge sind ein absolutes Highlight, der Boxi verwächst quasi mit dem Fahrer und kurvt in einem irrwitzigen Tempo über die Autobahn.
Auch das Überholprestige ist erstaunlich hoch, nicht selten brechen Autofahrer geplante Überholmanöver ab, sobald sie uns im Spiegel erblicken. Mit dem BMW wird man ja ständig ausgebremst, mit dem Porsche hingegen kommt man problemlos überall durch.
Zwei Stunden vor Stuttgart machen wir noch einmal kurz Rast. Die Schokoriegel in der Mittelkonsole (hinten!) haben sich inzwischen in Schokosauce verwandelt, aber wenigstens die Tomaten sind sehr lecker. Beim Einsteigen hab ich mir wohl ein wenig den Rücken verrenkt, jedenfalls sind die letzten Kilometer vor Stuttgart eine Tortur, in der ich das kleine Auto reichlich verfluche, zumal es ab 150 km/h trotz eines für ein Cabrio erstaunlich niedrigen Luftwiderstandsbeiwerts recht laut wird.
Bei McDuff in Stuttgart machen wir Rast, ich war selten so froh, aus einem Auto wieder aussteigen zu dürfen! Pause. Das Wetter ist schön und richtig warm. Ich bin totmüde und esse erstmal einen BigMac mit Gartensalat und einem 6er Chicken McDingsbums. Anna geht es nicht viel besser. Der Tank ist schon wieder leer, die wilde Hatz wurde mit einem Durchschnittsverbrauch von rund 13l Super (ohne Plus) quittiert.
Wir übelegen, was wir nun machen sollen, bleiben aber bei dem Plan, erst einmal das Mercedes Museum zu besichtigen, da wir nun mal in der Stadt sind.
Das Mercedes-Benz Museum
Das Museum ist schnell gefunden. In der Tiefgarage steht eine bunte Truppe 911er diverser Baureihen aus Estland, das paßt doch sehr gut!

Im Eingangsbereich stehen diverse Youngtimer by Mercedes, exorbitant teuer aber dafür sehr schön aufbereitet, so soll ein 350 SL aus den 70ern mit 100,000km auf dem Tacho schlappe 37,000€ kosten.


Dahinter gibt es den Museumsshop, in dem es sehr viele schöne Modellautos gibt...zu schade, daß wir im Kofferraum wirklich keinen Platz für einen 1:18er haben...wobei ich mich vermutlich eh nicht hätte entscheiden können.
Über eine Rolltreppe gelangen wir ins Foyer. Hier sieht es ein wenig aus wie in der Geheimzentrale eines 50er Jahre Bond Bösewichtes, besonders die Aufzüge wirken sehr futuristisch.
Die EIntrittspreise sind human. Wir bekommen jeder einen sog. "Audio-Guide" in die Hand gedrückt.
"Brauchen wir die wirklich?" - "Ja, natürlich, es sei denn, Sie wollen nur Stummfilme sehen".
"Wie? Fernsehen? Ich dachte, das wär ein Museum?"
"Ja natürlich, das ist alles sehr interessant."
Zu müde für eine Diskussion hängen wir uns jeder eines dieser verdammten Dinger um und steigen in den Fahrstuhl, der uns ins oberste Stockwerk bringt.
Die Türen öffnen sich.
Wir erblicken...ein Pferd!

Und dann einen Saal. In der Mitte zwei hochglanzpolierte Nachbauten der ersten beiden Autos, die die Herren Benz und Daimler jeweils unabhängig voneinander konstruiert haben. Drum herum eine Menschentraube, Publikum potentielle E-Klasse Interessenten mit Schlips und Kragen, die es tatsächlich schaffen, dem Vortrag eines Museumsführers zu lauschen, ohne vor Langeweile einzuschlafen. Vermutlich haben sie Training durch diverse Kaffeefahrten aus dem TV Magazin.


Wir kämpfen unterdessen mit den "Audio Guides". Man muß irgendwie den Kopfhöhrer ans Ohr klemmen und das Ding auf einen bestimmten Punkt richten. Dann macht ein Motor "töf-töf-töf" Geräusche (Anna findet, es sind eher "puff-puff-puff" Geräusche), ungefähr so ähnlich wie in den Aufklapp-Bilderbüchern für 3-Jährige, in denen das Schaf eben "Mäh" macht wenn man draufdrückt.
Optional kann man sich einen Vortrag dazu anhören. Das ganze funktioniert so gut, als hätten sich Microsoft, die deutsche Telekom und Arthur Andersen zusammengetan, um ein System zu erschaffen, das garantiert nicht funktioniert.
Anna drückt mir frustriert ihr Gerät in die Hand. Ich hänge es zu meinem eigenen Guide und der Spiegelreflex um den Hals und stopfe die Höhrer in die Hosentasche.
Die Exponate wirken irgendwie leblos. Automobile, die jemand auf den Sockel gestellt hat. Bei Porsche standen die Autos einfach in der Halle herum, man konnte drum herumlaufen, man konnte sie berühren, sie sahen aus, als könnte man sofort einsteigen und losfahren.
Beim Daimler ist es anders, es ist wirklich mehr "Museum".
Einzig der Daimlersche' Reitwagen hat einen gewissen Charme, eben so, als hätte sich jemand mit den Mitteln, die er zur Hand hatte, im Schuppen ein Motorrad konstruiert. Mit Stützrädern, jawohl.

Ich glaube, man hätte an dieser Stelle vielleicht eine Art Werkstatt bauen sollen, in der gezeigt wird, wie damals an den ersten Fahrzeugen gewerkelt wurde, und welche Mittel die Pioniere zur Verfügung hatten, um ihren Traum vom Automobil zu verwirklichen.
Wenn man sich die ersten Lastwagen so ansieht, kann ich verstehen, warum viele Menschen nicht an die Zukunft des Autos glaubten. Es waren klapprige Gefährte, die sicher einen Riesenlärm verursachten, stanken, überdies regelmäßiger Wartung und Reparaturen bedurften und trotzdem so regelmäßig liegenblieben wie Windows 95 abstürzte.
Es folgt eine Reihe uralter Automobile, eines nach dem anderen, die Beschriftung ist eher mau.
Das hier war wohl mal ein Feuerwehrwagen:

Und das der erste Omnibus - für 8 Fahrgäste:

Und damit will man gegen die Eisenbahn konkurrieren? Mit dieser kleinen Holzschaukel gegen das große Dampfross, das hunderte von Passagieren befördern kann?
Lächerlich!

Und dann geht es runter in die nächste Etage:

Da steht eine Reihe von Mercedes Simplex Fahrzeugen, die zwischen 1902 und 1910 gebaut wurden sind.
Den hier find ich cool, der sieht aus als würde in jedem Moment Indiana Jones draufspringen und davon düsen:

Und erinnert der hier nicht unheimlich an ein gewisses Computerspiel, in dem man ewig in Taxis nach einem Abholschein für ein Wäschestück suchen mußte? Wie hieß das doch gleich?


Und das hier ist der älteste noch erhaltene Mercedes, ein Simplex 40/45 PS. Bei Wikipedia gibts es dazu die Geschichte, der Wagen hatte dem Milliardär Mr. Vanderbilt jr gehört, der damit einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt hatte:

Er fuhr mit dem Ding über 111 km/h....das ist sicher deutlich aufregender, als mit nem Porsche die 300er Marke zu knacken, vor allem, weil es damals kaum brauchbare Straßen gab.
Wir ziehen die Spirale abwärts in die nächste Etage. Als erstes fällt uns die geänderte Hintergrundmusik auf: statt Klassischer Musik gibt es Jazz. Sehr stimmungsvoll.
Auch das Bühnenbild ändert sich:

Es ähnelt mehr den Bildern historischer Automobilmessen aus den 20/30er Jahren...nur ohne Verkäufer, Interessenten und Werbeplakaten.
Eigentlich schade.

Absoluter Blickfang ist ein roter Mercedes 500k Spezial Roadster, damals wie heute eines der teuersten Autos der Welt. Ich glaube, Kienle hat zur Zeit einen im Angebot für rund 2,5 Mio €.
Wem das zu teuer ist: es gibt auch Nachfertigungen, wahlweise als KitCar zum selberbasteln.

Der Motor ist ein V8 mit zuschaltbarem Kompressor. Das Ding fuhr rund 180 km/h und verbrauchte so viel wie ein Lastwagen.

Für so ein großes Auto ist der Platz im Innenraum doch arg beschränkt.


Statt Kofferraum gibt es einen Schwiegermuttersitz...hmm, das wär doch eine Idee: man könnte ja den hinteren Kofferraum des Boxsters zu einem solchen Sitz umkonstruieren, LOL.


Ebenfalls sehr hübsch: ein schwarz / weiß lackiertes 540k Kabriolet:

Der Kofferraum ist hinten, und die Schwiegermutter findet im Innenraum Platz und kann sich an dem gefütterten Verdeck erfreuen.



Ist dieser Wagen noch recht hübsch, wirkt das Auto daneben geradezu bedrohlich:

Ein Mercedes 770, auch bekannt als "Großer Mercedes". So etwas fuhr man, wenn man es in Nazideutschland so richtig zu etwas gebracht hat. Auch wenn der Führer ohne verkleidetes Verdeck auskommen mußte.

Erstbesitzer war ein Industrieller namens Knolle. Ich fänds ehrlicher, wenn man gleich ein paar Hackenkreuz Standarten angeschraubt hätte, das würde auch gut zu der schwarzen Karrosserie passen. Sorry, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß es Leute gab, die dieses Auto kauften, ohne reichlich Dreck am Stecken zu haben.
Alternativ gab es das Fahrzeug sicher auch als Kommandowagen mit Zwillingsreifen in Wehrmachtsgrau.
Zu schade, daß die Firma Mercedes es vorzieht, diesen Teil der Geschichte zu ignorieren.

Widmen wir uns einem eher unverdächtigen Fahrzeug aus den 20er Jahren:

Ich hab keine Ahnung, was das für eine Kiste ist und hab auch keine Lust, es nach zu schlagen. Es ist eher kantig als rund, hat definitiv mehr Charakter als die rote Diva und bietet ein sicher sehr erfrischendes Open-Air-Feeling ohne Windschott.


Neben dem roten 500er steht noch ein sehr schicker SSK Sportwagen aus den 20ern, dessen Preis ebenfalls siebenstellig sein dürfte:

Es gibt sogar noch Leute, die mit solchen Autos fahren, und einer hat sich vor einiger Zeit sogar ein solches Fahrzeug aus Originalteilen wieder aufgebaut.

Beeindruckend ist die Anzahl der Ersatzräder:



Verlassen wir die Vorkriegszeit und widmen wir uns den Traumautos der 50er Jahre:

Auch der Soundtrack ist ein anderer: hier wird Rock'n Roll gespielt! Sonst ist die Kulisse aber ähnlich.

Wer sich wohl diese Farbe ausgedacht hat? Der Wagen ist ja ganz hübsch, aber die Farbe, meine Güte.

Auf jeden Fall konnte man mit dem grünen S-Klasse Cabrio ganz locker einen roten 500k verblasen.
Hier noch ein Adenauer Mercedes in rot...irgendwie ein langweiliges Auto.

"Ja ja ja jetzt wird wieder in die Hände gespuckt...."
Cooler ist schon der Wiederaufbau-Kipper...noch ganz neu...wie der wohl nach seinem ersten Einsatz ausschaut?


Ich schätze, diese Stange hat die gleiche Funktion wie Felix Schnurrbarthaare: wenn der Bart durchpaßte, paßt der Rest der Katze auch.


Kommen wir nun zu ein paar wirklich schönen Fahrzeugen, eigentlich den schönsten der ganzen Ausstellung.
Hier ist ein 300 SLR Coupe, von dem es meines Wissens nach nur 3 Stück gibt.

Genau so einer steht in 1:18 in meiner Vitrine, nur das die Sitze rot-kariert statt blau-kariert sind:

Daneben ein normaler 300 SL Flügeltürer. Einmal hat mir Raymund aus Monaco ein solches Modell in 1:18 mitgebracht, allerdings in weiß.

Hmm, die Türen sind offen...wenn ich mich jetzt dort reinsitze schmeißen die mich sicher raus...ob es mir das wert ist?

Die Dinger kosten je nach Zustand zwischen 250,000 und 400,000€. Manchmal tauchen Scheunenfunde auf, Autos mit leichtem Unfallschaden, die jemand irgendwo in einem Container vergessen hat. Jedenfalls sind die Aussichten, eines Tages so ein Auto sein Eigen zu nennen, deutlich größer als bei einem Kompressor Mercedes aus den 30ern.
Ist das Armaturenbrett nicht herrlich?


Wenn ich mal reich bin hätt ich so einen gern in meiner Garage!


In der nächsten Etage sind die "Sicherheitsautos" der 70er Jahre - eine Sammlung langweiliger Autos. Die Krönung der Langeweile ist ein beiger 190, der erste Um-Gottes-Willen-Das-Soll-Ein-Mercedes-Sein?-Mercedes.

DIe Stoßstangen sind sicher toll, wenn man in Frankreich einparken übt:

Das fertige Produkt sah dann so aus und stand so ähnlich auch in Opas Garage:


Ein Mercedes 230 SL Pagode...hübsch, aber nicht sehr aufregend.

In der nächsten Etage gibt es Autos, mit denen wohl jeder von uns schon einmal gefahren ist, und sei es in einem Taxi...gähn.

Nebenan gibts die Ausstellung "Geschichte der E-Klasse".

Die ist ebenfalls nicht sehr spannend, aber es gibt eine Lounge mit Sitzgelegenheiten! Hurra, endlich ein wenig ausruhen!

Noch besser: auf den Tischen legen Nachdrucke historischer E-Klasse Prospekte, in denen man blättern kann.


Ich mache Bilder von allen Seiten des 170 V Prospekts, die anderen Kataloge sind mir zu dick. Manche von denen dürften meinem Opa sehr bekannt sein - er hatte in den 70ern einen roten /8 bestellt und mehrere Jahre drauf warten müssen. Später gab es noch einen weißen 230E W123, den meine Oma gefahren ist.
In der letzten Halle warten schlußendlich die Rennwagen auf uns:

Die unterste Halle ist wohl das absolute Highlight des Museums:
Hier stehen jede Menge Fahrzeuge, die man aus Büchern kennt und die richtig Automobilgeschichte geschrieben haben.
Wie zum Beispiel dieses 500 SLC Coupe, das eigentlich bei Rallys eingesetzt werden sollte, aber nie wirklich zum Einsatz kam weil die Zeit der großen Rallys durch Afrika schon vorbei war. Zumindest sieht es genauso aus wie der erfolgreiche Vorläufer 450 SLC...sehr erfolgreich auf den Pisten von Afrika und Südamerika, aber completely useless, wenn es durch enge Bergstraßen und Städte ging.


Dann gibts dieses Geländeauto aus den 30er Jahren....perfekt für Waldpfade und Neubaugebiete:

Dieser antike Rennwagen hat sogar einen Motor:

Richtig schön find ich die Stromlinienrennwagen aus den späten 30ern...könnten aber auch die frühen 50er gewesen sein....

Dieser 300 SL ist eine Berühmtheit: auf der Rally Panamerica flog bei Tempo 200 ein Bussard durch die Windschutzscheibe, just in dem Augenblick, wo Beifahrer Kling zur Kühlung den Helm abgenommen hatte. Der Aufprall war so heftig, daß durch den Druck die Heckscheibe ebenfalls rausflog!

Außer einer Platzwunde am Kopf ist niemanden etwas passiert, und das Team landete erfolreich auf dem zweiten Platz.
Am nächsten Tag wurden die Gitterstäbe installiert, mit denen das Auto nun im Museum steht.
Weiter hinten steht noch der "Blitzen-Benz", das erste Auto, daß schneller als 200 km/h fahren konnte. Mit 228 km/h stellte es 1909 einen Weltrekord auf und war schneller als jede andere Auto, Boot oder Flugzeug!

Es ist zu schade, daß all die Fahrzeuge so aufgestellt sind, daß man sie nicht aus der Nähe betrachten kann.

Es ist kurz vor 18:00, wir sind am Ende des Museums angelangt. Wir geben die verdammten Audio-Guide ab. Es gibt die Möglichkeit, sich für 4€ in einen Formel 1 Simulator zu setzen. Ich stelle mich erst an, aber die Wartezeit wird mir zu lang, und ich bezweifele, daß es das Erlebnis "Kassler Berge im Porsche" toppen kann.
Wir verlassen die Ausstellung über diverse Treppen. Hier hängen noch einige sehr sehenswerte Prototypen in der Luft herum, es ist zu schade, daß man sie nicht von nahem betrachten kann :-(

Hier ist zum Beispiel ein Prototyp, der das Potential eines Nachfolgers des 300 SL mit Flügeltüren gehabt hätte und zum Testen von Wankelmotoren diente:



Ebenfalls sehr interessant: ein Mercedes F200 Carving: das Auto kann sich dank einer ausgefeilten Radaufhängung wie ein Motorrad in die Kurven legen! Damit machen die Kassler Berge sicher noch mehr Spaß....


Diesen Prototypen kenn ich aus einem Mercedes Prospekt aus der Mitte der 90er Jahre. Statt Lenkrad und Pedalen gibt es auf der Mittelkonsole zwei Joysticks zum Steuern. Zu schade, daß wir keinen Blick in den Innenraum werfen dürfen :-(

An der Decke hängt dann noch sowas:

Und das da:

Todmüde fahren wir runter in die Tiefgarage.
Die Porsches sind inzwischen weg, stattdessen stehen ein weißer Lamborghini Gallardo, ein Porsche turbo und ein Audi R8 nebeneinander. Ein älterer Herr stellt grinsend ein graues Ferrari F430 Cabrio dazu, den Parkschein zwischen den Zähnen.

Wir rollen langsam los, und sehen denselben Herrn ein rotes 430er Coupe mit ebenfalls spanischen Kennzeichen parkieren. Schade, daß wir zu der Veranstaltung keine Einladung erhalten haben.
Vernünftig wäre es, sich nun hier in Stuttgart ein Hotel zu suchen, aber dann kämen wir nie im Leben morgen in Cannes an.
Wir öffnen das Verdeck, rollen an Stuttgarts Radarfallen vorbei Richtung Süden. Das Tempo bleibt gemächlich. Nochmal für 20€ Tanken, für 30€ eine Schweizer Vignette kaufen. Grenzübergang. Die Autobahn Richtung Zürich ist eine große Baustelle, hier wird mir das Fahren richtig sauer.
Gegen halb neun kommen wir in Zürch an. Wir fahren zu dem Ibis Hotel am Flughafen, das wir von unsere letzten Reise kennen. Auf dem Parkplatz bemerken wir mit Entsetzen, daß erstens sehr viel proletarisches Volk unterwegs ist, und zweitens direkt gegenüber ein Jahrmarkt eröffnet hat.
Panisch legen wir den Rückwärtsgang ein. Wir wollen schlafen, verdammt nochmal
Gottseidank gibt es noch ein zweites Ibis in der Stadt. Wir haben glück, es gibt Parkplätze und ein letztes Nichtraucherzimmer ist auch noch frei. Es hat drei Betten und ist deutlich größer als die andere Ibis Zimmer.
Kurz vor 22:00 begeben wir uns noch ins Restaurant, und haben wieder Glück: wir werden noch bedient und gönnen uns den Luxus eines Entrecôtes, meines halb durch mit Schweizer Rösti, Annas ganz durch mit Gemüse.
Anschließend wird noch ausführlich geduscht, und wir fallen total erledigt ins Bett.
