Tag 12: Nice

Unsere Pläne, früh aufzustehen wurden wir immer über den Haufen geworfen. Außerdem hat mich noch die Badewanne/Dusche geärgert: in dem 70er Jahre Bad gibt es nur eine Wanne. Und einen Schlauch mit Duschkopf. Keine Halterung. Kein Duschvorhang.

Um es noch fieser zu machen, funktioniert die Umschaltung Duschkopf/Wasserhahn nicht wirklich, will sage: ich dreh das Wasser auf, und bekomm es direkt ins Gesicht, weil der Duschkopf in der Wanne liegt. Arrg.

Gegen Nachmittag sind wir endlich fertig und fahren los. Es ist sehr warm, wie auch in den letzten Tagen. Das Auto ist pottdreckig und muß betankt werden.

Die erste Tankstelle vor Monaco war die, die ich als am preiswertesten in Erinnerung habe. Merk: in Frankreich und Italien varieren die Spritpreise deutlich stärker als in Deutschland, hier können zwischen zwei Tankstellen bis zu 15 cent liegen, und manchmal gibt es Rabatte, wenn man selber tankt und am Automaten zahlt.

Da die Tankstelle eine Waschanlage hat, beschließe ich das Experiment "Billigster Waschgang and er Tanke" für 4,50€.

Ich bekomme einen Zettel mit einem Code und muß den Boxi in die Waschanlage hinein fahren. Dort steige ich aus, mach das Auto zu, und gebe den Code in einen Computer ein. Anschließend wäscht die Anlage das Auto. Das Auto trocknen tut sie nicht.

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Hmm, das wäre zwei Euro teurer. Egal, Sonne und Fahrtwind werden den kleinen schon trocken kriegen. Jedenfalls ist er sauberer als vorher.

Wir fahren die Küste entlang bis zur Promenade de Angles und parken im Parkhaus vom Palais Massena. Nizza ist recht belebt, war übrigens die erste Stadt in der Welt, die praktisch ausschließlich vom Tourismus lebte. 

Hier sind einige Eindrücke von der Hinfahrt:

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Am Hafen:

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Das Negresco, Nizzas erstes Hotel am Ort:

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Sieht inzwischen aber ein wenig renovierungsbedürftig aus...

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Als erstes besuchen wir den (Stein-)strand. Das Wasser ist einfach nur traumhaft, ein hellgrüner Streifen, dahinter tiefblaues Meer. Außerdem gibt es richtig große Wellen und mächtig Gischt. 

Zu blöde, daß wir keine Badesachen dabei haben!

In der Strandbar nebenan legt ein DJ Platten auf, auch wenn die Bar total leer ist.

Die Steine sind nicht besonders fußfreundlich, aber wenigstens muß man nicht lange suchen, um etwas zu finden, das man über Wasser flitschen lassen kann.

Ich schätze, die Familie des Ikea Gründers reist regelmäßig hier hin, mit dem Auftrag, möglichst viele Steine zu sammeln, die dann in den Märkten Tütenweise verkauft werden ;-)

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Anna sammelt Steine...zu Dekorationszwecken, freilich. 

Meine Wenigkeit wirft lieber damit.

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Relativ tief fliegen Flugzeuge über Wasser, die vom nahegelegenden Flughafen gestartet sind.

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Jetzt wäre ein Eis doch etwas feines. Wir packen unsere Sachen und ziehen los. An der Strandbar ist es uns zu laut, also entscheiden wir uns für eine italienische Gelateria.

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Keine wirklich gute Entscheidung. Die Preise sind überhöht, die Qualität ist eher mäßig, die Tische werden erst nach Aufforderung gewischt und in meiner Ungeduld wähl ich einen Eisbecher, in dem nur Vanilleeis ist...und ich mag Vanille nicht besonders...welches kranke Hirn packt Vanilleeis in einen Erdbeerbecher????

Das Lokal ist definitiv KEINE Empfehlung - wären wir doch lieber in der Strandbar geblieben. Aber hinterher ist man immer klüger.

Wir wandern unterdessen ein wenig weiter die Promenade entlang und studieren ausführlich die Speisekarte vom Negresco. Sagt uns aber nicht so wirklich zu, außerdem sprengt sie unser Budget, auch wenn der Mittagstisch bezahlbar wäre...aber wann essen wir schon eimal zu Mittag?

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Wir sind auf der Suche nach einem netten kleinen Restaurant mit einem hübschen Menü zu einem akzeptablen Preis, gerne auch mit Panoramablick. Wir finden: sehr teure Restaurants, Touri Restaurants, Pommes Buden, Pizzaläden, aber nicht das Gewünschte.

Dafür einen kleinen Laden, der mit gebrauchten Modellautos handelt. Da sind viele interessante Sachen dabei, leider verhindert das Kofferraumvolumen des Boxis einen Einkauf. Schade.

Also wieder ab nach Monaco. Der frühe Abend mit Sonnenuntergang ist perfekt, um durch Nizza zu cruisen. 

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Auf dem Weg nach Monaco sehen wir eine interessante Burganlage. Ob es hier was zu futtern gibt...oder zumindest etwas zu sehen?

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Scheint eine Art Museum zu sein...wir entrichten Eintritt...und stellen fest, daß es sich um eine französische FIlmvorführung handelt! Nix da mit Essen. 

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Der Garten der Burg:

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Zumindest bekommen wir unser Geld zurück :-)

Wieder zurück ins Auto. Mehrere Hotels versprechen uns Essen mit Panorama, aber überall ist schon geschlossen.

Also weiter nach Monaco, wir wollen in eines der lokale am Qai Ray Charles, wo wir wohnen. Auch das ist leider nicht so ganz einfach, weil gegen 22:30 fast alle schon zu haben. Am Ende haben wir Glück und bekommen noch ein recht gutes Mahl. 


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